Donnerstag, 25. Mai 2017

Selbstverwirklichung mit Peacemaker - oder the Wellness-Gun

 Feministische Gewalt- und Allmachtsphantasie


Wo ich eben über den furchteinflößenden Pimmel des Grauens was gepostet habe, bleiben wir doch noch einen Moment bei dem Thema aggressive Hysterie. Diesmal die etwas weniger lustige Seite der Medaille. Denn dieses paranoide Angstbeißertum ist echt und unter Femis offenbar weit verbreitet. Manche schreien "nur" nach sog. Safe-Spaces ( also männerfreien Zonen an so ziemlich jedem möglichen Treffpunkt ), manche nach ultimativen Schuldzuweisungen per Gesetz und vor Gericht, manche meinen, sie müßten ihr Miniselbstbewußtsein dadurch aufpeppen, daß sie auf andere plötzlich eindreschen ( "der hat mich an den Arsch gefasst!" ) und sich an nachtretenden Allies aufgeilen.
Und manche fordern glatt das Recht, ihre Angst vor sich selbst mittels Schießeisen in andere Menschen projizieren zu können.

Der Hammer ist:
Die sind tatsächlich so durchgeknallt und dissozial, die meinen das ernst!
Sie träumen vom wilden Western und wollen Calamity-Jane spielen!

Okay, ich denke, die meisten davon blubbern halt in ihrer Filterblase so vor sich hin, laut, dumm, aber, wie sollte es anders sein, nicht wirklich ernstzunehmen. Draußen in der Real-Life-Bar trinken sie brav ihre Perry ( wenn sie sich denn überhaupt reintrauen ) und sehen zu, daß sie pünktlich zuhause sind.
No Prob!
Aber, Ihr wißt ja wie das ist, es gibt immer Ausnahmen, die sich, vielleicht praktisch unbemerkt, von dem Psychogelaber real aufhetzen lassen. Da hat denn möglw. doch mal eine zwei Billardkugeln im Handtäschchen und drischt in der überfüllten Disco plötzlich zu, weil sie im E-Wahn meinte, irgendwer hätte ihren Arsch berührt.

Der Schwanz bringt uns alle um!

Bild bei Man-Tau geklaut
So, Freunde des ganz groben Unfugs, ich hatte ein paar Tage keine Lust Blogposts zusammenzustoppeln. War einfach etwas zu viel los, da dauerte das Lesen schon zu lange und erhaupt: es war nettes Wetter ( meist ) und sowieso, nä?

Dafür haben uns die lieben Femis mal wieder einen richtig hübschen Beleg für infektiösen Gruppenwahn geliefert. Das heißt, die Arbeit haben sich andere gemacht, aber ohne die Femis wäre das sicher unmöglich gewesen.
Aber der Reihe nach:

Da hatten zwei Forscher eine Idee

Und die war gut! Sie haben sich überlegt, wie man einerseits die absolute Sinnfreiheit des ( poststrukturalistischen [ watt'n Zungenbrecher] ) Feministenjargons als wissenschaftliches Werkzeug aufzeigen und andererseits den "Billig-Peer-Reviews" mancher Ableger von Wissenschaftszeitungen einen beibiegen könnte.
Was lag da näher, als DAS Feindobjekt so ziemlich jeder feministischen Lehre - den Penis - zur Ursache allen Übels zu machen. 

Sonntag, 14. Mai 2017

..... früher waren es mal Arschgeweihe ...

 ....heute Muschimützen.


...oder: Stammeskultur im Genderland

Mögt Ihr Collagen?
Aber nein, doch nicht das hier!
Sondern so zusammengefummelte Sachen, Bilder etc. wisst schon.
Sowas gibt's hier nämlich heute.
Wieso?
Ganz einfach: Es ist Genderkongress und ich bin nicht da ( hoil! ), sondern sitze vor den Tasten rum. Das bedeutet, Genderama liefert nix ( weil Arne in Nürnberg ist ), bei Jungs&Mädchen is nix los ( weil Elmar da auch 'n Job macht ), was wiederum dafür sorgt, daß unser aller Mutterkonzern, das Patriarchat (TM) auch nur auf Halbmast so'n paar Feeds abgrast.
Die Wochenshow macht der Mark Smith, Schoppe is auf Umgang ( kein Link, das is privat ) .....

M.a.W: Man könnte glauben, es is nix los!
Aber sowas von ...!

Freitag, 12. Mai 2017

Je suis Naidoo!


 ( Vorbemerkung: Dieser Text ist eigentlich überhaupt nicht meine Baustelle. Er hat mit dem Themenbereich dieses Blogs praktisch garnix zu tun. 
Aber: Es sind die gleichen Blödfratzen, die auch gegen Gleichberechtigung und die Umsetzung der gültigen Kinderrechte in D. hetzen, die hier, mit genau den gleichen Textschnipseln und Scheißhausparolen, gegen einen Säuselbarden zu Felde ziehen, der es gewagt hat, das in einen Text reinzufummeln, was eh jeder weiß und was quer durch alle politischen Ausrichtungen Konsens jeglicher Veränderungsinitiative ist, die mal ein wenig Populismus betreiben will und das wollen immerhin ausnahmslos alle.
Und, da gerade kaum auffällige News reinkommen, nehme ich mir einfach die Zeit, mal OT für einen Tüpen zu ranten, den ich zwar nicht leiden mag, der aber garantiert keine Apotheken verwüstet, keine Kinder verschleppt und keine Gegner umzubringen versucht, resp. davon öffentlich träumt )


 Also:

Je suis Naidoo!

Nee, Quatsch, bin ich nich und das is gut so!
Aber mal im Ernst, jetzt. Ich kann den Kerl nicht ausstehen. Er sieht in meinen Augen scheiße aus, macht Balladenkram, der immer irgendwas mit, Gott ( "Das ist seine Autobahn" ), Stuhlgang ( "dieser Gang wird ein schwerer sein" ) und "jetz müssen wir uns aber alle ganz doll lieben tun" ( fällt mir kein Beispiel zu ein, alle verdrängt ) zu tun hat.
Und die Söhne Darmstadts, mal abgesehen davon, daß sie handwerklich saubere Arbeit machen, wirken sie auf mich wie das Festkommitee einer Schwulensauna.
Okay, muß ich nich mögen.

Was ich bis jetzt noch nicht wußte, die sind in wirklich wahrer Wirklichkeit alle Nazis und wollen Juden vergasen. Sagt unsere toitsche Mädchen Medien-Kultur. Das liegt an ihrem letzten Text, der ist nämlich .. äh ... ja.. äh was eigentlich genau?

Nun ja, ich plappere ja nur Sachen nach, die ich im Original begriffen habe. Also habe ich ein paar Artikel zu dem "Riesenskandal" gelesen. Kernaussage: "Alles Nazis, gehören verboten!"
Der momentane Lieblingstextbaustein unserer "Informanten". Passt immer und auf alle.
Begründung: "irgendwie alles Nazis, die gehören verboten!"
Ah ja, is klar, aber warum?
Na, is doch klar: "Er hat Jehova gesagt, steinigt ihn!"
Okay, also muß der ganze Sangeshaufen wohl mindestens Vordenker bei der AfD sein, oder doch eher NSU?

Na, dann will ich ja auch mal mitlästern können. Also her mit dem Text:

Mittwoch, 10. Mai 2017

Genderkongress 2017: Zwangsvaterschaft

 Gefunden bei Emannzer:

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Der Countdown läuft. 
Der diesjährige Kongress zur Einbeziehung des männlichen Geschlechts in dieses feminismuszentrierte Thema rennt. Am Samstag findet er statt und wird nicht nur hier im Blog „Geschlechterallerlei“ empfohlen.
Wie ja schon im letzten Artikel betont, wird es dabei unter anderem auch um das Thema „Zwangsvaterschaft“ gehen
Bildergebnis für emannzer zwangsvaterschaft 
Zwischenzeitlich liegt vom Referenten Elmar Diederichs eine Zusammenfassung vor, um welche Inhalte es in seinem Workshop gehen wird:
Zwangsvaterschaft ist ein Label, das alle Phänomene bündelt, welche entstehen, wenn der Staat gesetzlich in die eigentlich allen Menschen zugesicherte, reproduktive Gesundheit von Männern in einer Weise eingreift, der begründbare und intuitiv einleuchtende normative Tatsachen entgegenstehen.
Dazu zählen u.a. das Abtreibungs- und Adoptionsrecht oder die vom Staat geschaffene, rechtliche Kuckucksvaterschaft.
Im Workshop wird zum Einen eine in der philosophischen Ethik diskutierte Position vorgestellt, welche es erlaubt, Zwangsvaterschaftsphänomene als wechselseitige Konflikte zwischen der Mutter, dem Kind, dem biologischen sowie dem gesetzlichen Vater sichtbar zu machen und zu diskutieren.
Zum anderen zielt er darauf ab, ein Verständnis sozialpolitischer Konsequenzen moralisch inakzeptabler Gesetze zu erarbeiten, welches die unterschiedlichen Handlungsoptionen der Geschlechter bewertet und es erlaubt, Alternativen zu bestehenden gesetzlichen Regelungen vorzuschlagen.
Das Ziel des Workshop ist es, Zwangsvaterschaftsphänomene für eine breite Öffentlichkeit rational diskutierbar zu machen.“
Wem das zu komplex oder abstrakt ist, der kann sich hier oder hier und auch hier darüber im Voraus informieren, um bei der gemeinsamen Arbeit eine bessere Basis für eine zielführende Diskussion mit hoffentlichen Aktionspunkten zu haben. Oder um es in den Worten vom erstverlinktem Tom Freier zu formulieren:
Frauen haben in Deutschland das Recht, frei zu entscheiden, ob sie ein Kind haben wollen oder nicht.
Dieses Recht ist Männern verwehrt.
Männer müssen die Entscheidung der Frau mittragen, auch wenn sie sich gegen ein Kind ausgesprochen haben.
Der letzte Satz gilt übrigens auch allen Männern, welche sich dabei für ein Kind entschieden hatten und feststellen mussten, dass sie nichts zu melden haben.
Viel Erfolg Allen, die sich an diesem Genderkongress 2017 in Nürnberg beteiligen und sich nicht davon beeindrucken lassen, wenn ihnen nun wieder eine bestimmte Gruppe ans Leder möchte, wie ja neulich berichtet wurde:
„In Nürnberg unternimmt die homophobe und (mindestens) rechtskonservative“ Maskulisten-/Antifeministen-Szene erneut den Versuch, einen „Gender-Kongress“ stattfinden zu lassen. Unterstützer sind u.a. die Initiativen „Manndat“ und „Gender Wahn stoppen!“. Das Väter-Netzwerk e.V. aus Stein bei Nürnberg ist auch mit am Start …“
Das muss ja eine wahnsinnig gefährliche Truppe für die Pfründe so mancher Ideologen (oder Innen, *Innen bzw. _Innen) sein, dass man daraus gleich einen Feminismus- oder Genderistinnen-Aufmarsch machen muss. Letztendlich zeigt es aber auf, wieviel Angst diese Leute um ihre Deutungshoheiten zu haben scheinen.
Und das nur, weil einige 100 Männer-, Väter- und Maskulismusrechtler dort auftreten und über Gerechtigkeit per Argumenten & via Fakten diskutieren?
Hier kann man sich noch bis morgen kostenfrei anmelden:
https://jungsundmaedchen.files.wordpress.com/2017/05/gutschein_freier_eintritt.jpg?w=400&h=320 
PS: Der genannte Referent ist keine Schnullerpuppe, wie auch die Vita aufzeigt:
Elmar Diederichs studierte Physik, Philosophie und Jura an der Georg-August-Universität Göttingen und promovierte in Mathematik an der Freien Universität Berlin. Danach forschte er am Weierstrass Institute for Applied Analysis and Stochastics (WIAS) in Berlin, am Department of Statistics der UC Berkeley (CA) sowie am Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT). Im Moment ist er Director for Machine Intelligence & Data Analytics bei einer company in London.

Der Westerwald-Bote aka „Geisterzeiten“ wies gerade auf eine ‚interessante‘ Betrachtung des Kongresses und die dortige Wahrnehmungen dieses Blogs hin:
Franz Joseph Kaputt: Ich könnte jetzt damit beginnen, dass Wikimannia Merkel als „Jubelperserin“ bezeichnet, auf die kruden Verschwörungs-theorien über „Genderunterwanderung“ von Manndat oder diesen Schwachsinn von Frauen, die Staaten zerstören, der auf Emannzer verzapft wird, hinweisen,… aber das sind dann wahrscheinlich nur bedauerliche Einzelfälle.
Quelle: Facebook

Samstag, 6. Mai 2017

Glauben statt denken

Norddeutsche Propaganda

Na ja, eher Propaganda aus Nordschland ( hätte aber auch von überall sonst herkommen können )

 Seit Tagen geht mir schon ein Blogpost von Man in the Middle im Kopf rum, der auch recht lang ist und sich mit den feministischen Glaubensstrukturen beschäftigt.
Irgendwie ging er aber immer wieder unter. Na ja, habe ja auch genug anderes zum Posten hier gehabt ... 😎
War aber vielleicht ganz gut so, denn er passt supigut hinter die Bemerkungen von Hadmut Danisch zum gleichen Themenbereich.

Wie bei Mitm so üblich enthält er eine Menge an weiterführenden Links, ist hübsch übersichtlich strukturiert, in diesem Fall auch nett bis humoristisch in Glaubenssätze aufgeteilt. Bleibt also kaum was anderes zu tun, als das Ding zu zitieren. Und da er nicht allzu lang ist und ich nix verlustfrei weglassbares darin finde, gibt es mal wieder Volltext:

Frauen machen kaputt – Wie Feminismus Familien zerstört

Retter die Männer: Bittermann,Joan 
Uepsilonniks bespricht ein Buch und das sehr ausführlich. Wie ich finde zu Recht, es scheint lohnenswert zu sein.
Allerdings übernimmt er für seinen Blog nicht den Originaltitel, sondern ändert ihn von:
Rettet die Männer – Frauen machen kaputt
in den auch von mir lieber verwendeten:
Frauen machen kaputt – Wie Feminismus Familien zerstört
Und das macht Sinn! Die Autorin, Joan Bitterman vermeidet das Wort "Feminismus" konsequent, es kommt im Buch nicht vor ( warum auch immer ). Was sie beschreibt, ist jedoch recht eindeutig nicht das Werk "der Frauen", sondern man erkennt  typisch feministische Argumentations- u. Agitationsmuster.

Ich kopiere mal ein paar Zitate hier rüber, die das deutlich machen. Bitterman's Fazit gleich vorweg:
„Die Frauen haben die Basis für das gemeinsame Altwerden zerstört und die Männer ließen es zu. In der irrigen Annahme, progressiv, aufgeschlossen, einfühlsam, entgegenkommend, nachsichtig gewesen zu sein. Sie haben mit bestem Wollen das schlechteste Ergebnis erzielt.“
Warum sie auf "Die Frauen" verallgemeinert, erschließt sich mir nicht.

Uepsilonniks dazu:
Zu Beginn noch eine Anmerkung zu der Autorin: Diese hängt offenkundig feministischen Vorstellungen an, also dass Männer an der Macht wären und der ganze Schmu. So spricht sie davon, dass es den Kaputtmacherfrauen nicht um Gleichberechtigung geht sondern um einen „Machtwechsel“, ohne zu erkennen, dass die Frauen bereits an der Macht sind – denn wenn es die Männer wären, sie würden sich gewiss nicht so auf der Nase herumtanzen lassen, besonders wenn es um die Kinder geht, die von Frauen aus einer Machtposition heraus für ihren Krieg gegen den Mann missbraucht werden. Weiter benennt Bitterman den Feminismus kein einziges Mal als Ursache des asozialen Verhalten der Frauen – auch wenn sie deren Verhalten scharf verurteilt.

Welttag der genitalen Selbstbestimmung

Gerade auf Lotoskraft gefunden. 
 
Lotosritter schreibt dazu:
Zur Erinnerung: am Sonntag, den 7. Mai ist der Welttag der genitalen Selbstbestimmung. Während die Mädchenbeschneidung in der westlichen Welt durchgängig geächtet ist und hierzulande als Genitalverstümmelung gilt und somit strafrechtlich verfolgt wird, ist die Jungenbeschneidung nach wie vor ausdrücklich erlaubt und in keiner Weise politisch geächtet. Deshalb erinnere ich hier an diesen wichtigen Tag. Dementsprechend twitterte ich:
„Hunden darf der Schwanz nicht kupiert werden. Doch Jungs dürfen straflos beschnitten werden!“.
Die Propaganda für Jungenbeschneidung ist stark. Sie ist selten so dämlich wie die von Alice Schwarzer, die behauptete, dass Jungenbeschneidung deswegen notwendig wäre, weil Männer sich ihr Genital nicht waschen und somit Frauen infizieren. Als würden Frauen sich ihr Genital öfters waschen als Männer. Es gibt jedoch in der westlichen Welt eine Industrie für Frauenhygiene, die sich einen Riesenmarkt geschaffen hat, um spezielle Hygieneprodukte für das weibliche Genital anzubieten. Beim Mann reicht halt immer noch Wasser und Seife.
Doch ebenso passend zum Welttag der genitalen Selbstbestimmung wirbt die WHO für Jungenbeschneidung in Schwarzafrika, um dort die HIV-Rate zu reduzieren. Das ist leider noch dämlicher als der Einwurf von Alice Schwarzer, wie das Ärzteblatt indirekt feststellte (siehe hier). Es berichtet über massive Proteste gegen das angelaufene Programm der WHO, um in Afrika reihenweise Jungengenitale zu verstümmeln. Ich twitterte dazu, zum diesjährigen Welttag:
„Kondome schützen vor HIV und keine verhornte Glans“.
Das heißt, das Programm der WHO ist nicht nur eine jungen- und männerfeindliche Genitalverstümmelung, sondern dient auch der Verbreitung von HIV in Schwarzafrika. Wann endlich begreift es der Westen, dass weder die armen Negerkinder in Afrika, noch die armen Jungen hierzulande die koloniale Bevormundung irgendwelcher dumpfbackigen Sesselfurzerinnen aus irgendwelchen klimatisierten Büros benötigen, sondern für die Entwicklung ihrer erotischen Liebesfähigkeit und damit ihres Menschseins ein intaktes Genital?

Hier geht es zur deutschen Seite zum Welttag der genitalen Selbstbestimmung.

Weiterlesen auf Lotoskraft.
WWDOGA2015

Meike Beier schreibt dazu auf Intaktiv:
In diesem Jahr feiert das sogenannte Kölner Urteil das erste kleine Jubiläum: Fünf Jahre ist es her, seit das Kölner Landgericht im Jahr 2012 die medizinisch unnötige Vorhautamputation bei einem Jungen für unrechtmäßig erklärte. Mit dem Worldwide Day of Genital Autonomy (Welttag der genitalen Selbstbestimmung) soll auch 2017 wieder an diese zukunftsweisende Entscheidung erinnert werden.
MOGiS e. V., intaktiv e. V. und zahlreiche weitere deutsche und internationale Organisationen rufen daher auf zu einer
Kundgebung in Köln am Sonntag, dem 07.05.2017
Beginn: 12:30 Uhr, Landgericht, Luxemburger Str. 101
Zentrale Kundgebung: 14:00 Uhr, Wallrafplatz am WDR-Funkhaus
Schwerpunkt Beschneidungsprogramme in Afrika
Inhaltlicher Schwerpunkt sind in diesem Jahr die Beschneidungsprogramme in Afrika, in deren Rahmen Männer, Jungen und männliche Babys für einen angeblichen und äußerst zweifelhaften Schutz vor einer HIV-Infektion beschnitten werden.
MOGiS e. V. hat in diesem Zusammenhang afrikanische Menschen- und Kinderrechtsaktivisten, die Widerstand gegen diese Beschneidungsprogramme leisten, nach Köln eingeladen.  Für die Reisekosten bittet der Verein um Spenden. intaktiv hat dieses Projekt bereits mit 200 € unterstützt.
Fachtagung in Düsseldorf
Am Tag nach der Kundgebung, Montag, dem 08.05.2017, findet von 9:00-18:00 im Universitätsklinikum Düsseldorf eine Fachtagung zu „Jungenbeschneidung in Deutschland – Eine Bestandsaufnahme“ statt.
Die von der Ärztekammer Nordrhein anerkannte Tagung möchte aus den entsprechenden Fachbereichen auf aktuellem Wissens- und Forschungsstand informieren und dem kontroversen Thema eine Plattform für einen sachlich fundierten und respektvollen Dialog mit allen Interessierten bieten.

Freitag, 5. Mai 2017

Strukturen des Missbrauchs am Beispiel rot-grüner „Prüderie“

Lotosritter hat mal wieder einen seiner Insiderartikel aus Sicht eines direkt durch Mißbrauch Betroffenen geschrieben.
Immer hochinteressant und manchmal regelrecht verblüffend.

Personen, die in ihrer Kindheit und Jugend über längere Zeit sexualisierter Gewalt sowie physischer und psychischer Misshandlung ausgesetzt waren, sind schwer traumatisiert und zeigen damit einhergehend häufig ebenso schwere Persönlichkeitsstörungen.
Viele Opfer dieser für normale Menschen schier unvorstellbaren erlittenen Gewalt haben einen Hang, Ereignisse ihrer Schändung in übertragener Form nachzuinszenieren, um sich hierdurch nachträglich die Mächtigkeit zu phantasieren, sie hätten das monströse Geschehen lenken und beeinflussen können. Es ist die Illusion, wieder Herr über seine Seele und Körper zu sein, die dieserart „Bewältigungsstrategien“ begünstigt. Doch im Grunde setzen die Opfer nur ihre erlittene Qual in anderer, nämlich kultivierter und ritualisierter Form fort, indem sie ihre Seele und ihren Körper selbst verletzen oder sich entwürdigenden Verletzungen aussetzen. Die Form dieser Beschädigungen ist vielfältig, sie reichen von Ritzen, über inszenierte Vergewaltigungen bis hin zu unterwürfigem, ja sklavischem Verhalten.
Es sind dabei zwanghafte Muster, denen das Opfer folgt und durch die es Leid, Schmerz, Scham, Schuld und Reue erneut durchlebt. Der Unterschied ist nur, dass das Opfer sich illusioniert, diese Entwürdigung selbstbestimmt und somit kontrolliert zu erleiden. Dabei setzt es in Wahrheit nur die Impulse der Schändung und Misshandlung seiner Kindheit in obsessiver Weise fort. Diese Zwangshandlungen können sowohl reflektiert als auch unreflektiert ablaufen; wobei beides keinen Unterschied macht, denn die negativen Gefühle, die diese Nachinszenierungen auslösen, sind im Grunde nichts weiter als die Fortsetzung der in Kindheit und Jugend erlittenen Schmach. Ja, sie sind hilflose, weil stumme Aufschreie und dazu meist unsichtbare Auflehnung. Es sind die späten Schmerzreflexe des einst verletzten und vergewaltigten Kindes, dessen Seele durch die Schandtaten erdrosselt wurde.
Dieser Tage geschahen zwei Ereignisse, die mich empörten und mir zeigten, wie gesellschaftliche Strukturen des Missbrauchs auch in anderer und ganz eigener Weise wirken, um Muster des Kindesmissbrauchs zu erhalten oder zu festigen. Eines dieser Muster ist ein spezielles Tätermuster. Sein Sinn und Zweck ist es, Opfer mundtot zu machen und dauerhaft zum Schweigen zu bringen. Das beginnt schon beim sexuell missbrauchten Kind, dem gedroht wird, dass, sofern es es wagt, etwas zu sagen, nicht nur der Familie, sondern vor allem sich selbst schadet und an den Pranger stellen wird.
Weiterlesen direkt auf Lotoskraft

Barunterhalt des Kindes beim Wechselmodell durch beide Elternteile und Einbeziehung der Mehrkosten

Auf Familienrecht.de ( Daubner ) wird ein neuer BGH-Entscheid zum Barunterhalt bei paritätischer Doppelresidenz besprochen:

Diese aktuelle Entscheidung des BGH beantwortet eine Reihe von Fragen zum Wechselmodell, die in der Literatur diskutiert worden sind, und schafft die in der Praxis erforderliche Klarheit.

BGH, Beschl. v. 11.01.2017 – XII ZB 565/15

Im Fall des Wechselmodells haben i.d.R. beide Elternteile für den Barunterhalt des Kindes einzustehen. Der Unterhaltsbedarf bemisst sich nach den beiderseitigen Einkommen der Eltern und umfasst die infolge des Wechselmodells entstehenden Mehrkosten.
Sachverhalt: Der Antragsgegner ist der Vater der im April 2001 und im Februar 2007 geborenen Antragsteller, die rückständigen und laufenden Kindesunterhalt geltend machen. Die gemeinsam sorgeberechtigten Eltern, die in nicht ehelicher Lebensgemeinschaft zusammengelebt hatten, vereinbarten nach ihrer Trennung die Betreuung der Kinder im paritätischen Wechselmodell.
 

Unterhaltsbedarf bemisst sich nach den beiderseitigen Einkommen der Eltern

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